Der ganze Zauber dieser Gegend – und Wildnis – Fotokünstler Roland Schweizer: Impressionen von Heilbronner Land und Island

2015-01-26_09bbkl

Foto: Rolf Gebhardt

Wie schön ist doch unsere Heimat und unsere Welt – die Stadt Heilbronn und das Heilbronner Land sowie beispielhaft die Vulkaninsel Island. Vor allem, wenn sie so eindrucksvoll in einer brillanten Multimediaschau von dem überregional bekannten Fotokünstler Roland Schweizer dargestellt wird. Über 120 „Junge Senioren“ verfolgten gespannt und regelrecht andächtig die bunte fließende Bilderwelt eines Natur- und Landschaftsfotografen, der sich mit bislang 18 Bildbänden sowie Dutzenden Fotokalendern und zahlreichen DiaVisonen einen Namen in der Fachwelt der künstlerischen Naturfotografie wie bei einem anspruchsvollen Publikum gemacht hat.
Wer glaubt, Heilbronn und das Heilbronner Land gut zu kennen, muss erkennen, dass „der ganze Zauber dieser Gegend“ – so der Titel von Schweizers „Heilbronner Impressionen“ – unter dem fotografischen Blickwinkel eines Kenners und Könners sich neu erschließen lässt. Es kommt halt auf die Perspektiven und Sichtwiesen an. Da gewinnt man einen ganz neuen Eindruck vom Marktplatz und vom Kiliansplatz, in Details und im Blick von oben. Da lächelt ein Käthchen vom Käthchenerker, zeigt sich die astronomische Kunstuhr am Rathaus in erstaunlicher Schärfe und Farbigkeit, werden die Feinheiten am Kilianskirchturm beim Kiliansmännle und vielen anderen Sandsteinfiguren ganz anschaulich, erscheint der Seyfer-Altar der Kilianskirche und ihr Inneres in neuem Licht. Der Blick auf Hochschule und Campus wird geschärft, auf Wartberg, Trappensee und Pfühl, und die Villa im Feyerabendschen Garten neu entdeckt. Man sieht Heilbronn beim „Festeln“ und in der Außengastronomie zu, bei Laufevents und beim Arbeiten im Weinberg. Die Erschließung des Buga-Geländes kontrastiert mit romantischen Ausblicken in den Flussauen des Neckar.
Im zweiten Teil dann das Heilbronner Umland, wobei für den in Löwenstein wohnenden Roland Schweizer natürlich die waldreichen Löwensteine Berge im Mittelpunkt stehen, die sich im Laufe der Jahreszeiten so farblich verändernden strukturieren Weinhänge und immer wieder der Breitenauer See, wie er sich so vielgestaltig und natürlich in die anmutige Landschaft einbettet. Natürlich rücken auch andere Sehenswürdigkeiten ins Bild, die Weibertreu und der Michaelsberg, Burg Horneck über Gundelsheim, die Götzenburg von Jagsthausen und die Wasserburg Neuenstein, aber auch nicht so geläufige Ecken wie das alte Rathaus in Kochendorf oder die alte Lauffener Stadtmauer. Und überhaupt noch ganz ländliche Dorfwinkel. Auch die Hessigheimer Felsengärten dürfen dicht fehlen und erst rechst nicht Einblicke in Waldwege bei unterschiedlichem Sonnenlicht.
Und nach der traditionellen Kaffeepause die fremdländische Zugabe mit noch einmal rund 150 Bildkompositionen von Island, die sich niemand entgehen lassen wollte, auch wenn die übliche Veranstaltungsdauer um 20 Minuten überschritten wurde. Island, die nach Großbritannien zweitgrößte Insel Europas, die erst im 9. Jahrhundert – von den Wikingern – besiedelt wurde, ist zwar zehnmal so groß wie der Landkreis Heilbronn, hat aber nicht so viele Einwohner. Das Innere, das isländische Hochland, ist geprägt von Vulkanismus und Wasserreichtum, ideal für einen Fotografen wie Roland Schweizer, der sein Lieblingsland schon um die 20mal aufgesucht hat, dieses Traumziel ursprünglicher Natur „im Licht der Wildnis“ zu betrachten. Zuletzt reizte ihn der Ausbruch des Vulkans Bardabunga im August 2014, der er sich eigentlich nur aus100 km Entfernung annähern durfte, wobei ihm eine imposante Aufnahmen im Polarlicht gelang, aber auch aus den Bordfenstern eines niedrig fliegenden Ultraleichtflugzeuges tolle Bilder von riesigen vielgestaltigen Lavafeldern in ganz ungewöhnlichen Formationen, von bei Vulkanausbrüchen entstandenen Seen, smaragdgrün schimmernden Kraterseen und Maaren, weitverzweigten Flussläufen in unglaublicher Farbenpracht, imposanten (auch gefrorenen) asserfällen, heißen Quellen und eruptiven Geysiren, blubbernden und dampfenden Schwefelquellen, auch in kurzen Videosequenzen lebendig gemacht. Und neben mächtigen Eispanzern und gigantischen Gletschern wird auch eine üppige Tundra-Vegetation sichtbar, leuchtend bunte Blumen, Farne, Flechten und Moore bis hin zu aufregenden Felsenklippen, und schließlich attraktive Küstenlandschaften.
Angesichts solch eindrucksvoller Impressionen eines Roland Schweizers konnte eine „junge Seniorin“ nur bewundernd und anerkennend feststellen: „Das ist schöner als jede Natur-Sendung im Fernsehen“ – halt Heimatverbundenheit und Weltoffenheit in fotokünstlerischer Vermittlung.

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