Die faszinierenden Elebniswelten der Experimenta – Besuch der Jungen Senioren in dem neuen spektakulären Science Center

2019-02-16_3_Experimenta

Foto: Rolf Gebhardt 

Neugierig folgten die „Jungen Senioren“ der Einladung zum Besuch der neuen „Experimenta“. Nur wenige haben sie schon mit Enkelkindern besucht, aber alle kannten das Bild des neuen imposanten und spektakuläre Gebäudes des Science Center neben dem dem „alten“ im „Hagenbucher“ am Neckar. Und so wollte man sich die nähere Bekanntschaft mit dem als architektonischer Leuchtturm für die Wissensstadt und neues städtebauliches Wahrzeichen Heilbronns gepriesene größten und innovativsten Science Center Deutschlands nicht entgehen lassen.

Treffpunkt: 14.45 Uhr im Haupteingangsbereich der Experimenta bei der Kasse. Zehn Euro Tagesticket, Gruppenermäßigung. Nachdem jede(r) mit einem „Bändchen“ am Handgelenk ausgestattet ist, auf dem sich alle Eigenaktivitäten speichern lassen, geht es ein Stockwerk runter, „zwölf Meter unter dem Neckar“, durch das Foyer in den Begrüßungsraum, wo die Supervisorin Sandra Bader die „Jungen Senioren“ begrüßt und stolz anmerkt, dass man selten diesen mit 100 Sitzplätzen ausgestatteten Raum voll besetzt hat.  „Lassen Sie sich in diesem großen und komplexen Haus nicht verwirren. Sie sind hier nicht in einem Museum, sondern tauchen ein in eine einzigartige Wissens- und Erlebniswelt, wo sie sich interaktiv betätigen können,“ Begonnen hatte das „Projekt Experimenta“ 2006 mit dem Beschluss zum Umbau des ehemaligen Ölsaatenspeichers Hagenbucher aus den 1930er Jahren zu einem Science Center, wofür die Dieter-Schwarz-Stiftung die Kosten für Innenausbau und laufenden Betrieb übernahm., „Der Start für Heilbronn als „Zukunftsstadt“, wie es der damalige  Ministerpräsident Günther Oettinger im November 2009 bei der Eröffnung ausdrückte. Dank des großen Erfolgs – die anvisierte Besucherzahl von 100 000 pro Jahr wurde (zeitweise) um das Doppelte übertroffen – gingen die Planungen weiter für Erweiterung und Neubau. Bei einem europäisch ausgeschriebenen Wettbewerbs setzte der Siegerentwurf des international tätigen Berliner Architektenateliers Sauerbruch Hutton neue Maßstäbe: ein futuristisches Bauwerk, das wie ein magischer Würfel aus Glas wirkt. Nach dem Aushub einer 5000 qm großen Baugrube, dem Abpumpen von 37 Millionen Liter Wasser und der Beendigung der archäologischen Grabungen wurde im Frühjahr 2016 mit dem Rohbau begonnen, 2017 das alte Experimenta-Gebäude umgebaut und die „neue Experimenta“ im Frühjahr 2019 kurz vor Beginn der Bundesgartenschau eröffnet, laut Ministerpräsident Winfried Kretschmann „ein Wissenschaftspalast der Extraklasse“.

Und so präsentiert sich jetzt die neue Experimenta in neue bestechender Dimension auf 25 000 qm Fläche, gegenüber 7500 qm vordem. der „alten“, mit Tunneldurchgang erreichbaren „e2“ im neugestalteten Bestandsgebäude Hagenbucher. Dort befinden sich die „Forschungswelten“, die auf fünf Stockwerken insbesondere für Schulklassen acht hochwertig ausgestattete Labore und eine Experimentierküche bieten und zahlreiche naturwissenschaftliche und technische Kurse: das Schülerforschungszentrum Nordwürttemberg. Die „Jungen Senioren“ durchstreiften den Neubau „e1“. Geschlossen wegen schlechtem Wetter war leider die Sternwarte, die mit modernster Teleskoptechnik einen grenzenlosen Blick ins Universum bieten kann, auf der Dachterrasse, die gleichwohl ein Besucher-Highlight ist, da man hier Einblick ins Experimentaltheater hat und vor allem einen tollen Rundblick über die Neckarstadt Heilbronn und die Weinberge und Wälder vor Wartberg und Schweinsberg. Auch die darunter liegenden vier Stockwerke, in spiralförmiger Formation ausgerichteten Rolltreppen erreichbar, eröffnen in unterschiedlicher Perspektive wunderbare Aussichten. 

Welche Themenfelder mit 140 interaktiven Exponaten findet man in den vier Stockwerken (von unten)? 

– „Stoffwechsel“: Die Natur der Dinge – Alltag und Umwelt – neu entdecken, Ausstellung zeigt, was hinter den Dingen steht und macht Unsichtbares sichtbar; im Studio Materialien kombinieren und Objekt gestalten.

– “Kopfsachen“: Ausstellung, wie die Welt so vielfältig in unsere Köpfe kommt, sie mit allen Sinnen und dem Körper wahrnehmen; im Studio kreativ sein mit Klängen, Worten und Bildern.

– WeltBlick“: Ausstellung, mit Wissenschaft und Technik die Welt erforschen, erkennen, verstehen und gestalten; im Studio die Umwelt neu sehen, so eine lebhafte Mikrowelt außerhalb unseres Blickfelds.

– „Forscherland“: In der Ausstellung ein Abenteuerspielplatz für die ganze Familie – zu  Land, zu Wasser und in der Luft; im Studio spielend lernen mit Fahrzeugen, Bauklötzen und Forscherboxen.

Die meisten „Jungen Senioren“ hielten es in der Experimenta aus bis kurz vor Schluss um 17 Uhr. Einige suchten vorher noch im Erdgeschoss das Restaurant auf oder wählten im Shop passende Geschenke für ihre Enkel. Ein Extra-Besuch wert wäre für viele noch im Untergeschoss jener Science Dom, unter dessen eleganter 700-qm-Kuppel sich ein Hightech-Erlebnisraum verbirgt, dessen Herzstück das bewegliche  Auditorium ist, das sich um 189 Grad dreht und mit modernster Lasertechnik schier unfassbare , aber eindrucksvolle Erlebnisse auf der Theaterbühne oder unter einer Sternenkuppel vermittelt. 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s